Rezension – Jeanne M. Blasberg – Eden

* Webung, Rezesionsexemplar *

Eden ist die prächtige Villa in Long Harbour, einst 1925 von Bunny & Sadie Meister gebaut. Das Haus gehört der Familie über mehrere Generationen hinweg, jetzt sind Becca und ihren beiden Brüder die derzeitigen Besitzer.

Nach dem unerwarteten Tod ihres Ehemanns Dan erfährt die 70-jährige Becca Fitzpatrick dass ihr Mann die Pensionskasse falsch verwaltet hat, sie nun mittellos und verschuldet ist. Sie kämpft dafür, dass das Haus in der Familie bleibt und sieht sich gezwungen ihre Familie um Hilfe zu bitten. Deshalb lädt sie ihre Familie und ihre Brüder mit Familien auf Eden, um den 4. Juli 2000 gemeinsam zu feiern.

Als ihre Großfamilie zusammenkommt, entscheidet Becca dass es Zeit ist, die gut behüteten Familiengeheimnisse zu enthüllen…

Jeanne McWilliams Blasberg schaffte es mit ihrer Mehrgenerationen-Familiensaga, dass ich bei dieser Geschichte keinesfalls emotionslos bleiben konnte.

Der Erzählstil ist angenehm und ich klebte förmlich an der Geschichte, die komplex angelegt und zunehmend spannender, dramatischer wird.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Für den Leser wird schnell klar, dass Eden keineswegs ein Paradies für Familien ist. Die Familiengeheimnisse ziehen sich in den Roman wie ein roter Faden und verknüpfen sich mit den historischen Hintergründen, wie der Börsencrash, den Hurrikan von 1938 und den Zweiten Weltkrieg.

Der Stammbaum am Anfang des Romans, hilft dem Leser die Familienmitglieder besser kennenzulernen.

Die Charaktere sind wunderbar und authentisch gezeichnet, ich konnte mitfühlen und mich in den Charakteren hineinversetzen.

Die Familie hält auf Eden an Traditionen fest, in jede Generation gibt es Geheimnisse. Die Mutter-Tochter-Beziehungen sind kompliziert. Die Mädchen wurden nicht aufgeklärt, bei Schwangerschaft wurden sie aus Eden weggebracht und ihre Baby´s wurden zur Adoption freigeben… Zudem wurden Krankheiten wie Epilepsie totgeschwiegen. Frauen hatten keine Rechte und bei psychischen Erkrankungen oder Depressionen sollten sie sich in einem Sanatorium erholen.

„Eine Art Sommercamp für Erwachsene.“ – Zitat Seite 135

Erst in das Jahr 2000 wird akzeptiert, dass eine Frau auch ohne Mann ein Kind großziehen kann. Für Sarah, Becca´s Enkelin, werden zum Glück die Traditionen nicht mehr so streng ausgelegt. Der Babysegen am Ende des Buches ist wundervoll!

Das deutsche Cover hat mich sehr angesprochen und gefällt mir besser als die anderen Covers. Gefunden habe ich das Originalcover und das französische Cover:

„Eden“ ist ein ergreifender und kraftvoller Debütroman von Jeanne McWilliams Blasberg. Die Geschichte hat mich gefesselt und die Charaktere haben auch nach dem Lesen einen deutlichen Eindruck hinterlassen. Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung, ich würde mich freuen wenn es eine Fortsetzung des Romans gäbe!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Literatur – Neuzugänge 07/2019 Teil II

* Werbung *

Hallo liebe Blogleser,

heute möchte ich euch den zweiten Teil meiner Bücher-Neuzugänge im Juli zeigen:

Das Buch habe ich mir vorbestellt, weil ich den Schreibstil von Ella Zeiss total mag

Der Roman hat mich positiv überrascht!

Eine wunderbare Geschichte, die mich gefesselt hat!

Aus unsere Gemeindebücherei ausgeliehen und verschlungen

Gelesen und bereits hier rezensiert.

Auch schon bereits rezensiert, hier nachzulesen.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und an cbj audio für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares!

Kinderbücher werden hier viel gekauft, obwohl wir auch immer wieder welche aus unsere Gemeindebücherei ausleihen…

So, nun warte ich auf die August Neuheiten … habe schon eine Liste erstellt 😉

Wünsche Euch einen schönen Abend, seid lieb gegrüßt

Daniela

Rezension – Ella Simon – Bis wir wieder fliegen

* Webung, Rezesionsexemplar *

Anne liebt ihre Arbeit und ihre Pflegemutter Evelyn, die den Pub ihres kleinen Heimatorts an der walisischen Küste führt.

Anne arbeitet als Notärztin bei der walisischen Flugrettung. Zusammen mit ihrer Freundin Leah, die Hubschrauberpilotin ist, und dem Rettungsassistenten Owen bildet sie beruflich ein Dreamteam, also ein eingespieltes Team. Owen zeigt sich privat aber abweisend und verschlossen. Anne ist verwundert.

Als Anne und Owen jedoch bei einem Einsatz verschüttet werden, lernt Anne eine neue Seite an Owen kennen und langsam entwickeln sich Gefühle zwischen den beiden. Owen muss sich aber seiner Vergangenheit stellen …

„… er musste so tun, als wäre nichts gewesen, als hätten sie keine gemeinsame Vergangenheit.“ – Zitat Seite 56

„Bis wir wieder fliegen“ war mein erster Roman der Autorin Ella Simon.

Der dramatische Prolog zog mich sofort in die Handlung ein, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Die Autorin erzählt spannend die Familiengeschichte rund um Anne, das Familiengeheimnis von Owen und nicht zuletzt die Geschichte rund um die ruhige Leah. Durch die Noteinsätze wird auch immer wieder für Spannung und Dramatik gesorgt.

Die meisten Charaktere sind authentisch gezeichnet, sie müssen Schicksalsschläge aufarbeiten und sich der Vergangenheit stellen.

Die Charaktere Anne und Owen haben in der Vergangenheit Schlimmes erlebt, ich konnte richtig mitfühlen. Aber auch die Nebencharaktere kommen in der Geschichte nicht zu kurz, sie fügen sich wunderbar in das Geschehen ein. Ich finde es gelungen, wie ihre Entwicklungen geschildert wurden, aber auch wie sich die Charaktere mit all ihren Facetten in ihren jeweiligen Lebenssituationen zurechtfinden.

Ella Simon hat einen lockeren und gefühlvollen Schreibstil, man kommt sehr gut in die Handlung hinein. Die Autorin beschreibt sehr anschaulich die Noteinsätze, aber auch die walisische Landschaft ist anschaulich beschrieben.

Einzig und allein das Ende war mir leider zu glatt und vorhersehbar, trotzdem ist „Bis wir wieder fliegen“ eine gefühlvolle Geschichte über Vergebung und Liebe.
Ich hatte stimmungsvolle Momente und kann das Buch auf jeden Fall nur empfehlen!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension – Lisa Marcks – Vom Himmel zum Meer

* Werbung, Rezensionsexemplar *

Agnes war fünf Jahre alt, als sie in das Waisenhaus von Pfarrer Wieland in Straßburg kam. Nun ist sie volljährig und muss das Waisenhaus verlassen. Da Agnes sehr gerne backt und kocht, kommen ihr diese Eigenschaften zunutze. Sie tritt eine Stelle als Gesellschafterin der Pfarrerswitwe Tilly Bevenkamp in Hamburg an.

Die Pfarrerswitwe Tilly arbeitet in einem Waisenhaus, so fällt Agnes der Abschied aus Straßburg nicht allzu schwer. Tilly scheint Agnes gar nicht zu erwarten. Sie ist gar nicht begeistert von Agnes Auftauchen und ignoriert sie vollständig. In Hamburg bricht die Cholera aus und sie flüchten mit einigen Kindern nach Kleenshoop an der Ostseeküste, wo Tilly’s Elternhaus, eine kleine Kate an der Küste, steht.

In Kleenshoop angekommen, weigert Tilly sich ihr Elternhaus zu betreten. Die Dörfler verhalten sich auch merkwürdig. Nach Begegnungen am Strand mit einigen Sommerfrischlern, hat Agnes eine Geschäftsidee und deswegen auch jede Menge Herausforderungen.

Bei einem Spaziergang entdeckt Agnes ein leer stehendes Herrenhaus mit einer perfekt ausgestatteten Küche. Dort könnte sie die wunderbarsten Köstlichkeiten zaubern. Das Herrenhaus gehört jedoch der adligen Familie von Reiker und die Familie ist alles anderes als begeistert dass Agnes das Haus vermieten will. Sie verweigern ihr den Zutritt zum Haus. Sie lernt den Sohn der Familie kennen, den attraktiven Adligen Benjamin von Reiker. Langsam bannt sich was an …

Lisa Marcks schreibt flüssig, sehr lebendig und bildhaft, der Leser wird zum Träumen animiert.

Das Buch ist aus der dritten Erzähl-Perspektive von Agnes geschrieben. Die Hauptprotagonistin ist die treibende Kraft in den Roman. Agnes ist authentisch beschrieben, ich konnte nicht anders als mit ihr mitzufühlen und mitzufiebern.

Die sympathischen Nebencharaktere sind mit ihren Stärken, Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt. Ganz besonders in mein Herz geschlichen haben sich die schrulligen Dorfbewohner, aber auch die liebenswerte Fräulein Frieda. Tilly dagegen ist als eine traumatisierte Frau gezeichnet, die nie über die Geschehnisse in der Vergangenheit hinweggekommen ist.

Das Hauptthema des Buches ist „starke, unabhängige Frauen“, es werden aber auch die großen Unterschiede zwischen den Gesellschaftsklassen angesprochen.

Leider gibt es einige Kleinigkeiten, die für mich nicht nachvollziehbar waren. In der Zeit konnte man bestimmt nicht einfach so hin und her reisen … und eine junge Waise konnte bestimmt nicht über so viel Lebensweisheit verfügen. Das Leben in dieser Zeit war bestimmt ganz anderes und diese Tiefe fehlt dem Roman.

Fazit: “Vom Himmel zum Meer” ist ein unterhalsamer und gefühlvoller Roman. Ich vergebe 3,5 Sterne.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Neuzugänge 06/2019 und Lesung mit Heidi Rehn

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Die Stadtbücherei Hauzenberg lud gestern zu einer Lesung mit der Bestsellerautorin Heidi Rehn ein.

Der Innenhof des Hauzenberger Rathauses verwandelte sich zum siebten Mal zur Freiluft-Bühne für die Veranstaltung “Lesen im Hof” der Stadtbücherei. Die Lesung wurde musikalisch von Korbinian und Kilian Sicklinger umrahmt.

Obwohl ich von Heidi Rehn bislang noch nichts gelesen hatte (und wir von ihr auch kein Buch in unsere Bücherei hatten), weckte “ Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung” mein Interesse.

Leider konnte mich niemand aus meinem Büchereiteam nach Hauzenberg begleiten, so dass ich die Lesung alleine besuchte. Es ist immer wieder schön, bekannte und neue Gesichter zu sehen, aber auch ideal um sich mit Gleichgesinnte über Bücher und die Welt auszutauschen.

Trotz sommerlicher Höchsttemperaturen, sorgten ein schattiger Innenhof und manchmal ein frisches Lüftchen für die optimale Stimmung. Zudem lag auf jedem Stuhl einen Fächer für die Zuhörer bereit… was ich toll fand!

Heidi Rehn hatte ihren aktuellen Roman » Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung « für uns im Gepäck.

Die Autorin hat eine sehr schöne Lesestimme, beim Lesen schlüpft sie regelrecht in die Figuren ihrer Protagonisten, sie versteht es die Zuhörer mit ihren Erzählungen zu fesseln.

So begaben wir uns auf eine literarische Reise in das München der 1920 Jahre.

Zudem gab die Autorin einen detaillierten Einblick über die Münchener Lichtspielhäuser und Kinogeschichten, was ich sehr informativ und spannend fand.

Die liebe Heidi Rehn nahm sich für alle viel Zeit, um die gekauften Bücher zu signieren, wobei es auch zu schönen Gesprächen kam.

Leider war der Abend viel zu schnell vorüber gewesen… aber die Lesung war ein echtes Highlight! Es war mir eine Freude, die sympathische Heidi Rehn persönlich kennenzulernen!

Vielleicht klappt es Mal und ich kann Heidi Rehn auf ihren Streifzug durch München begleiten …

Diese Bücher habe ich mir bei der Lesung gekauft:

Rezensionen folgen 😉

Bei mir sind noch mehr Bücher eingezogen:

Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Ein Geburtstagsgeschenk von einer Büchereikollegin. Danke, liebe Marion!

Dieses Buch habe ich mir in Emden gekauft, in der Pfingsferien war ich an der Nordsee und habe dat Otto-Huus besucht … und den Otto-Leuchtturm, eigentlich den Pilsumer Leuchtturm 😉

Einige Bücher habe ich mir noch vorbestellt… Bücher und Taschen kann ich nie genug haben!

Danke fürs Vorbeischauen, sende Euch sonnige Grüße

Daniela