Rezension – Angelika Schwarzhuber – Das Weihnachtslied

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Von Angelika Schwarzhuber habe ich schon einige Bücher gelesen und durfte sie vor einigen Jahren beim Passauer Diözesankurs von Sankt Michaelsbund, wo viele Büchereien vertreten sind, persönlich kennenlernen.

Ihr neues Buch „Das Weihnachtslied“ habe ich mir aus unserer Gemeindebücherei, die ich ehrenamtlich leite, ausgeliehen.

Die Zwillinge Mia und Valerie wurden getrennt, als sie 12 Jahre alt waren.

Mia ist mit dem Vater Albert in Prien am Chiemsee geblieben, die Mutter Olivia ist mit Valerie nach New York gezogen.

Nach der Trennung der Eltern, hatten die Schwestern den Kontakt irgendwann abgebrochen.

Viele Jahre später ist Mia Musiklehrerin und Chorleiterin an einem privaten Gymnasium. Neben ihrer Arbeit, kümmert sie sich zusammen mit der Pflegerin Alma um ihren an Alzheimer erkrankten Vater.

In New York arbeitet Valerie in der Firma ihres Stiefvaters Anthony.

Als der Vater überraschend stirbt, reist Valerie nach Bayern.

Die Annährung der Schwestern ist nicht leicht, sie machen sich gegenseitig Vorwürfe…

„Und egal, wie sehr sie sich entzweit hatten, offenbar gab es da immer noch ein unsichtbares Band aus der Vergangenheit, das die Zwillingsschwerstern in dieser schwierigen Stunde zusammenhielt.“ – Zitat Seite 226

Ob sich die Schwestern verzeihen können und was es mit dem Weihnachtslied auf sich hat … das müsst ihr selber lesen …


Meine Meinung:
Was für ein emotionaler Roman! Ich war absolut gefesselt von der Geschichte, konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Angelika Schwarzhuber hat einen leichten, flüssigen und emotionalen Schreibstil. Die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart machten die Geschichte der Zwillinge sehr spannend.

Die Autorin erzählt die Geschichte aus der Sicht von Mia und Valerie, ich konnte mir jeden einzelnen Charakter und die Ortschaften bildlich vorstellen. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet.

Mia ist meine Lieblingsprotagonistin. Für Valerie hatte ich ab und zu ambivalente Gefühle, konnte ihr Benehmen nicht immer verstehen. Habe mit den Zwillingen gefühlt, getrauert und es war schön, den beiden beim Annähern so nah zu sein.

Alma, Sebastian, Daniel und Anthony sind mir ans Herz gewachsen. Die Chormitglieder sind liebenswert und halten zusammen… beim Konzert wird dem Leser die Weihnachtsstimmung gekonnt vermittelt.

Die Mutter Olivia konnte ich nicht leiden, wie kann eine Mutter nur so handeln… bei Oma Kate kann ich nur den Kopf schütteln.

Es ist nicht nur eine Weihnachts- oder Liebesgeschichte, sondern auch eine stimmige, berührende Familiengeschichte. Ich gestehe, ich habe ein paar Tränen vergossen…

Besonders schön finde ich, dass sich die Geschichte auch um Musik dreht.
Das wunderbare Weihnachtslied könnt ihr auf der Website von Angelika Schwarzhuber finden bzw. hören.

Fazit:
„Das Weihnachtslied“ hat mir schöne Lesestunden beschert. Angelika Schwarzhuber erzählt eine großartige, tief berührende und spannende Familiengeschichte. Ein schönes Cover, das Weihnachtslied und die Rezepte im Anhang des Buches vervollständigen den wunderbaren Roman. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Rezension – Jeanne M. Blasberg – Eden

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Eden ist die prächtige Villa in Long Harbour, einst 1925 von Bunny & Sadie Meister gebaut. Das Haus gehört der Familie über mehrere Generationen hinweg, jetzt sind Becca und ihren beiden Brüder die derzeitigen Besitzer.

Nach dem unerwarteten Tod ihres Ehemanns Dan erfährt die 70-jährige Becca Fitzpatrick dass ihr Mann die Pensionskasse falsch verwaltet hat, sie nun mittellos und verschuldet ist. Sie kämpft dafür, dass das Haus in der Familie bleibt und sieht sich gezwungen ihre Familie um Hilfe zu bitten. Deshalb lädt sie ihre Familie und ihre Brüder mit Familien auf Eden, um den 4. Juli 2000 gemeinsam zu feiern.

Als ihre Großfamilie zusammenkommt, entscheidet Becca dass es Zeit ist, die gut behüteten Familiengeheimnisse zu enthüllen…

Jeanne McWilliams Blasberg schaffte es mit ihrer Mehrgenerationen-Familiensaga, dass ich bei dieser Geschichte keinesfalls emotionslos bleiben konnte.

Der Erzählstil ist angenehm und ich klebte förmlich an der Geschichte, die komplex angelegt und zunehmend spannender, dramatischer wird.

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Für den Leser wird schnell klar, dass Eden keineswegs ein Paradies für Familien ist. Die Familiengeheimnisse ziehen sich in den Roman wie ein roter Faden und verknüpfen sich mit den historischen Hintergründen, wie der Börsencrash, den Hurrikan von 1938 und den Zweiten Weltkrieg.

Der Stammbaum am Anfang des Romans, hilft dem Leser die Familienmitglieder besser kennenzulernen.

Die Charaktere sind wunderbar und authentisch gezeichnet, ich konnte mitfühlen und mich in den Charakteren hineinversetzen.

Die Familie hält auf Eden an Traditionen fest, in jede Generation gibt es Geheimnisse. Die Mutter-Tochter-Beziehungen sind kompliziert. Die Mädchen wurden nicht aufgeklärt, bei Schwangerschaft wurden sie aus Eden weggebracht und ihre Baby´s wurden zur Adoption freigeben… Zudem wurden Krankheiten wie Epilepsie totgeschwiegen. Frauen hatten keine Rechte und bei psychischen Erkrankungen oder Depressionen sollten sie sich in einem Sanatorium erholen.

„Eine Art Sommercamp für Erwachsene.“ – Zitat Seite 135

Erst in das Jahr 2000 wird akzeptiert, dass eine Frau auch ohne Mann ein Kind großziehen kann. Für Sarah, Becca´s Enkelin, werden zum Glück die Traditionen nicht mehr so streng ausgelegt. Der Babysegen am Ende des Buches ist wundervoll!

Das deutsche Cover hat mich sehr angesprochen und gefällt mir besser als die anderen Covers. Gefunden habe ich das Originalcover und das französische Cover:

„Eden“ ist ein ergreifender und kraftvoller Debütroman von Jeanne McWilliams Blasberg. Die Geschichte hat mich gefesselt und die Charaktere haben auch nach dem Lesen einen deutlichen Eindruck hinterlassen. Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung, ich würde mich freuen wenn es eine Fortsetzung des Romans gäbe!

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!