Rezension – Ute Krause – Die Muskeltiere und das Weihnachtswunder

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Die Muskeltiere Picandou, Gruyère, Pomme de Terre und Bertram von Backenbart haben sich in einem Hamburger Feinkostgeschäft zu einer Wohngemeinschaft gefunden.

Gerda Fröhlich und Margarete verkaufen in den Feinkostgeschäft selbst gemachte Kekse, Schokopralinen und Marmeladen. In der Weihnachtszeit ist natürlich in Frau Fröhlichs Laden einiges los. Die Muskeltiere richten sich gemütlich ein, einzig der Mäuserich Picandou ist unglücklich, da aus Frau Fröhlichs Laden weihnachtliche Musik schallt. Bertram erzählt ihnen die Weihnachtsgeschichte und die Muskeltiere freuen sich auf die prallgefüllten Müllsäcke aus dem Laden. Gruyère schleicht sich in den Laden und beobachtet ein kleines Mädchen, die jeden Tag in den Laden kommt, aber nie was kauft. Plötzlich stellen Gerda und Margarete fest, dass aus dem Laden Süßigkeiten sowie Geld verschwinden. Sie verdächtigen das kleine Mädchen Lotte. Die Muskeltiere werden zu Detektiven und stellen den richtigen Dieb. Dabei erhalten sie Unterstützung von der Hamsterdame Suzette.

Die neue Geschichte rund um die Muskeltiere haben wir sehnsüchtig erwartet und haben uns über das Hörbuch sehr gefreut. Auch dieses Mal kann Andreas Fröhlich in seiner Rolle als Sprecher voll überzeugen, er verleiht den Muskeltieren einen eigenen Klang, einen eigenen Charakter.

Die Autorin Ute Krause hat eine wunderbare Kinderbuchreihe geschaffen, „Die Muskeltiere und das Weihnachtswunder“ kann man sehr gut ohne Vorkenntnisse hören. Sie verarbeitet in ihren Geschichten kindgerecht wichtige Themen wie Freundschaft, Gemeinschaft und Familie, vermittelt aber Werte, wie Hilfsbereitschaft oder das man nicht stehlen darf und bei Fehler um Verzeihung bitten muss.

Die Charaktere haben uns wieder gut gefallen, besonders Pomme de Terre und Bertram.

Wir sind große Muskeltiere-Fans geworden und können das nächste Abenteuer der Freunde kaum erwarten. Bis dahin werden wir das Hörbuch noch öfter hören und zusätzlich das Buch aus der Bücherei ausleihen, denn die Illustrationen von Ute Krause sind einfach zauberhaft.

„Die Muskeltiere und das Weihnachtswunder“ bekommen von uns verdiente 5 Sterne und wir sprechen eine klare Hörempfehlung aus.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und cbj audio für das Rezensionsexemplar!

Rezension – Thomas Gottschalk – Herbstbunt

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Heyne Kurzbeschreibung:

Forever young? Immer lief alles glatt in seinem Leben. Warum sollte sich daran etwas ändern, bloß weil Thomas Gottschalk eines Tages 60 wurde? Für die Figur gibt’s die Mayr-Kur, und Workouts gibt’s für die Fitness. Doch in der zweiten Hälfte der Sechziger wird es unerwartet rumpelig: Der Oberschenkelmuskel gibt den Geist auf; das Haus brennt ab; und nach über 40 Jahren Ehe ist das Zusammenbleiben plötzlich nicht mehr selbstverständlich…
Thomas Gottschalk erzählt vom Älterwerden – nachdenklich, mit viel Humor und großer Offenheit. Seine Botschaft? Optimistisch!

»Ich im Kampf gegen die Vergreisung. Das ist meine letzte große Herausforderung. Ich werde sie bewältigen – top, die Wette gilt!« Thomas Gottschalk


Meine Meinung:

Ich werde jetzt nicht schreiben, dass ich mit Thomas Gottschalk groß geworden bin. „Wetten, dass…?“ habe ich mit meiner Familie aber oft geschaut und bei den Wetten mitgefiebert. Schon damals fand ich Thomas Gottschalk sympathisch und jetzt noch mehr, seitdem er bei „Gottschalk liest“ mit seinen Gästen über Bücher diskutiert.

Das Cover und die Gestaltung finde ich sehr gelungen.

Der Aufbau des Buches gefällt mir ausgesprochen gut. Die Kapitel des Buches sind alle nach Poptiteln benannt. Kein Wunder, da Musik immer wieder eine Rolle in seinem Leben spielt.

Seine Biografie liest sich leicht und flüssig, ich fühlte mich sehr gut unterhalten.

Thomas Gottschalk gewährt den Lesern ehrliche und persönliche Einblicke in seine Privatsphäre. Seine Gedanken kamen bei mir authentisch rüber.

Er spricht über seine Gesundheit, über das Älterwerden, über seine Familie inklusive Ahnenforschung, aber auch über gesellschaftspolitische Themen. Viele Themen die Gottschalk anspricht, bewegen mich auch.

Fazit:
Herbstbunt ist eine unterhaltsame und lockere Autobiografie. Thomas Gottschalk plaudert über sein Leben und sein Alltag, bewahrt aber seine Privatsphäre, was ich sehr gut finde! Er ist ein wunderbarer und äußert charmanter Geschichtenerzähler. Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension – Erica Feldmann – Mein magisches Heim

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Irisiana Kurzbeschreibung: “Wer wünscht sich nicht ein Zuhause, in dem man sich rundum wohl und geborgen fühlt? Dieses Buch zeigt Ihnen wie Sie sich ein Heim schaffen, das nicht nur wunderschön und harmonisch aussieht, sondern Ihnen Behaglichkeit und Schutz bietet und voll positiver Energie steckt.
Das magische Wissen um die Mondphasen, Astrologie, Tarot und Zaubersprüche wird durch Kräuterheilkunde, Meditationen und Gestaltungstipps ergänzt. Lernen Sie so ihren Wohnraum energetisch zu reinigen und ihn zu Ihrer ganz individuellen Wohlfühloase zu machen. Mit über 100 bezaubernden Farbfotos und einer Vielzahl von Ritualen, Rezepten und Übungen bietet Ihnen dieses Zauberbuch ein Füllhorn an Inspirationen für ihr magisches Heim.”


Meine Meinung:

Bücherregale lassen mein Herz schneller schlagen, deswegen hat mich das Cover direkt angesprochen <3

Erica Feldmann ist die Gründerin der magischen Heilgesellschaft HausWitch. Sie betreibt in Salem/Massachusetts ihr Laden „HausWitch Home + Healing“.

Die Autorin hat einen leichten, flüssigen Schreibstil und die Bilder sind wunderschön und inspirierend!

Das Buch bietet ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Bildern und Texten. „Mein magisches Heim“ ist in sechs Kapitel eingeteilt: Manifestieren, Reinigen, Schutz, Behaglichkeit, Harmonie und Balance.

Dem Leser wird gezeigt, wie man ein friedliches und perfektes Heim schaffen kann. Das Buch ist gefüllt mir praktische Tipps und Informationen.

Viele Tipps sind für mich ganz anregend aber nicht durchführbar. Die Rezepte finde ich aber durchaus interessant und werde diese bei Gelegenheit ausprobieren.

„Mein magisches Heim“ ist informativ und unterhaltsam. Wer sich für Mondphasen, Heilsteine, Tarot sowie Magie interessiert und von den Erfahrungen der Autorin profitieren mag, dem kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Von mir 3 Sterne.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Irisiana Verlag für das Rezensionsexemplar!

 

Rezension – Melanie Metzenthin – Die Hafenschwester Band 1

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Die 14-jährige Martha wächst im Jahre 1892 im ärmeren Hamburger Gängeviertel auf. Obwohl Marthas Familie sich finanziell gerade noch so über Wasser halten kann, sind die Westphals glücklich.

Das Schicksal ist ein mieser Verräter, als die Cholera in der Stadt wütet und unzählige Opfer fordert, darunter auch Marthas Schwester Anna sowie ihre Mutter. Anstatt auf seine Kinder Martha und Heinrich Rücksicht zu nehmen, flüchtet sich Vater Westphal in seiner Trauer in den Alkohol. Martha muss deshalb das Überleben der Familie sichern.

Besondere Menschen, wie Dr. Schlüter, erkennen ihr Potenzial und sie darf eine Lehrstelle als Erika-Schwester im Eppendorfer Krankenhaus antreten, obwohl sie nicht aus der „angesehenen“ Gesellschaft stammt. Sie ist fleißig und arbeitet sich bis auf den begehrten Posten der 2. OP-Schwester hoch. Dadurch schafft sie sich nicht nur Freunde, sondern auch eine Erzfeindin!

Ihr Bruder Heinrich muss auf den Besuch des Gymnasiums verzichten, weil das Geld für Miete und Lebensmittel ausgegeben werden muss. Deshalb entscheidet sich Heinrich zur See zu gehen.

Marthas beste Freundin Milli wird von ihrem Stiefvater gezwungen als Prostituierte arbeiten.

“Aber mach dir keine Sorgen, ich komme schon selbst zurecht. Was uns nicht umbringt, macht uns stärker, nicht wahr?” – Zitat Seite 158

In dieser Zeit kommt es in Hamburg zum politischen Umbruch. Die Hafenarbeiter streiken im Hafen von Hamburg, der Streik weitet sich auch auf andere Häfen aus. Die Frauen beginnen auch um ihre Rechte zu kämpfen.

Martha lernt Paul Studt kennen und lieben …

“Sie hatte viel verloren, aber sie war endlich frei. Frei, etwas Neues zu beginnen. Das Leben gehörte ihr!” – Zitat Seite 375

Dies ist mein erstes Buch von Melanie Metzenthin, aber bestimmt nicht das letzte!

Schon die ersten Seiten des Buches haben mich gefesselt, der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr angenehm. Ihre Beschreibungen sind bildhaft, man kann sich die Charaktere, Situationen und Örtlichkeiten gut vorstellen. Die Geschichte wird aus mehrere Perspektiven erzählt, die Handlungsstränge sind verständlich und realistisch.

Alle Charaktere sind lebendig und authentisch dargestellt, es machte mir Freude, sie kennenzulernen.

Martha ist sympathisch, selbstbewusst und eine kämpferische Hauptprotagonistin.

Ihre beste Freundin Milli hat es als Prostituierte nicht leicht und muss mit Vorurteilen kämpfen. Milli hält an ihrem Traum fest, eines Tages nach Amerika auszuwandern. Sie will nicht in Hamburg bleiben und bricht Moritz das Herz, der immer zu ihr gestanden hat und sie heiraten will.

Sowohl Martha als auch Milli haben unter ihren Vätern zu leiden, trotzdem entwickeln sich beide Frauen zu starken Persönlichkeiten.

Ambivalente Gefühle hatte ich für Marthas Vater und war echt froh, dass er sich positiv verändert hat.

Moritz, Heinrich und Paul sind mir ans Herz gewachsen.

Die Liebesgeschichte zwischen Martha und Paul finde ich gut dargestellt, diese entwickelt sich langsam und nimmt keinen zu großen Raum. Der Roman befasst sich viel mehr mit der Choleraepidemie, die Frauenrechtsbewegung oder der Hafenarbeiterstreik.

Die historischen Ereignisse sind sehr gelungen in Szene gesetzt und haben mich emotional gefesselt.

Die Autorin hat wahre und fiktive Begebenheiten gekonnt verknüpft. Melanie Metzenthin konnte auf ihr medizinisches Wissen als Fachärztin für Psychiatrie und auf ihre Familiengeschichte zugreifen, zudem hat sie akribisch recherchiert.

Ein informatives Nachwort rundet den Roman gelungen ab, der Leser erfährt viel über die Cholera, das Leben und die politische Lage in dieser Zeit.

„Die Hafenschwester“ habe ich in einer Leserunde bei der lieben Martina gelesen. Dabei waren noch Andrea und Sabine, zudem hat sich die Autorin Melanie Metzenthin spontan in unserer Leserunde dazugesellt.

Es war eine tolle Leserunde, besonders weil du, liebe Melanie, aktiv mitgeschrieben hast und uns so noch mehr an deiner Geschichte hast teilhaben lassen!

“Die Hafenschwester” ist eine sehr gefühlvolle Geschichte mit historischem Hintergrund, die mich tief berührt und nachdenklich gemacht hat. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen und vielleicht kommen Milli und Moritz doch noch zusammen 😉 Ich empfehle es gerne weiter und vergebe 4,5 Sterne.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension – Bibo Loebnau – Gut in Schuss mit leichten Macken

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Mia wohnt in einer Villa in Berlin Dahlem und glaubt ihr Leben sei perfekt, bis sie eines Tages entdeckt, dass ihr Mann sie betrügt.

Mit Mitte 40, ohne Job und umgeben von oberflächliche Freundinnen, muss sie ihre gewohnte Umgebung verlassen. Zum Glück wird Mia von ihrer besten Freundin Betty, die nicht zur Dahlemer Clique gehört, überzeugt, nach Kreuzberg umzuziehen. So zieht Mia in einer WG mit dem Künstler Fritz und seinen zwei Katzen zusammen.

Mia muss sich von vielen Sachen aus der Villa trennen und organisiert einen Flohmarkt. Dabei findet sie Stoffe sowie ihre alte Nähmaschine wieder. Mia ist begeistert, macht sich ans Werk und schneidert individuelle Mode für Frauen.

In Kreuzberg lernt Mia interessanten Menschen kennen und lernt dabei auch den attraktiven Tom kennen. Dabei findet sie heraus, was sie sich eigentlich vom Leben wünscht…

„Sie wollte auf keinen Fall zurück in das alte Beziehungsmuster, das sie viel zu lange gelebt und das sie am Ende frustriert hatte.“ – Zitat Seite 361

Es ist mein erster Roman von Bibo Loebnau. Die Autorin erzählt Mia´s Geschichte und porträtiert Menschen, die man aus dem Alltag kennt. Die Autorin hat mich mit ihrem witzigen und flüssigen Schreibstil auf eine Reise in die Hauptstadt genommen.

Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen, konnte in die Geschichte eintauchen und die Protagonisten neben mir sehen, als wäre ich ein Teil der Geschichte.

Die Hauptprotagonistin Mia fand ich sympathisch und es freute mich zu sehen, wie sie sich weiterentwickelt. Sie erkennt eine aufrichtige Freundschaft, lässt sich nicht entmutigen und baut sich langsam eine neue Existenz auf.

Die Nebencharaktere, wie Betty, Fritz usw., sind sehr gut gezeichnet. Tom fand ist total sympathisch – harte Schale, weicher Kern. Er unterstützt Mia in ihrem Vorhaben und gibt nicht auf.

Das Cover ist ein Hingucker und passt optimal zum Inhalt des Romans.

Eine Stelle in der Geschichte war nicht so rund, aber sonst hat mich die Geschichte oft Schmunzeln lassen. Natürlich kommt auch die Romantik nicht zu kurz, aber eher am Rande.

„Gut in Schuss mit leichten Macken“ ist ein schöner und leichter Frauenroman für zwischendurch.

Für diese Geschichte, die in gewisser Weise auch zum Nachdenken über das Leben anregt, vergebe ich 3,5 Sterne.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!