Literatur – Neuzugänge 07/2019 Teil I

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Hallo liebe Blogleser,

heute möchte ich euch den ersten Teil meiner Bücher-Neuzugänge im Juli zeigen:

♥ Lieblingsroman ♥

Bin gespannt, ob mir der zweite Teil auch so gut gefällt 😉

Das Buch habe ich bereits gelesen und die Rezi kommt gleich…

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar!

Wünsche Euch ein schönes Wochenende, seid lieb gegrüßt

Daniela

 

Geburtstagskarten und eine Zeltkarte

* Werbung, selber gekauft *

Hallo ihr Lieben!

Geburtstagskarten braucht man immer wieder und darum habe ich wieder einige gemacht:

Alle Geburstagskarten sind schlicht und einfach, aber toll anzuschauen

Für eine Kollegin meiner Schwägerin habe ich diese Zeltkarte gewerkelt. Die Anleitung habe ich von der lieben Birgit.

Danke fürs Vorbeischauen, wünsche Euch allen einen schönen Abend!

Daniela

Rezension – Lisa Marcks – Vom Himmel zum Meer

* Werbung, Rezensionsexemplar *

Agnes war fünf Jahre alt, als sie in das Waisenhaus von Pfarrer Wieland in Straßburg kam. Nun ist sie volljährig und muss das Waisenhaus verlassen. Da Agnes sehr gerne backt und kocht, kommen ihr diese Eigenschaften zunutze. Sie tritt eine Stelle als Gesellschafterin der Pfarrerswitwe Tilly Bevenkamp in Hamburg an.

Die Pfarrerswitwe Tilly arbeitet in einem Waisenhaus, so fällt Agnes der Abschied aus Straßburg nicht allzu schwer. Tilly scheint Agnes gar nicht zu erwarten. Sie ist gar nicht begeistert von Agnes Auftauchen und ignoriert sie vollständig. In Hamburg bricht die Cholera aus und sie flüchten mit einigen Kindern nach Kleenshoop an der Ostseeküste, wo Tilly’s Elternhaus, eine kleine Kate an der Küste, steht.

In Kleenshoop angekommen, weigert Tilly sich ihr Elternhaus zu betreten. Die Dörfler verhalten sich auch merkwürdig. Nach Begegnungen am Strand mit einigen Sommerfrischlern, hat Agnes eine Geschäftsidee und deswegen auch jede Menge Herausforderungen.

Bei einem Spaziergang entdeckt Agnes ein leer stehendes Herrenhaus mit einer perfekt ausgestatteten Küche. Dort könnte sie die wunderbarsten Köstlichkeiten zaubern. Das Herrenhaus gehört jedoch der adligen Familie von Reiker und die Familie ist alles anderes als begeistert dass Agnes das Haus vermieten will. Sie verweigern ihr den Zutritt zum Haus. Sie lernt den Sohn der Familie kennen, den attraktiven Adligen Benjamin von Reiker. Langsam bannt sich was an …

Lisa Marcks schreibt flüssig, sehr lebendig und bildhaft, der Leser wird zum Träumen animiert.

Das Buch ist aus der dritten Erzähl-Perspektive von Agnes geschrieben. Die Hauptprotagonistin ist die treibende Kraft in den Roman. Agnes ist authentisch beschrieben, ich konnte nicht anders als mit ihr mitzufühlen und mitzufiebern.

Die sympathischen Nebencharaktere sind mit ihren Stärken, Schwächen sowie Gefühlen sehr gut dargestellt. Ganz besonders in mein Herz geschlichen haben sich die schrulligen Dorfbewohner, aber auch die liebenswerte Fräulein Frieda. Tilly dagegen ist als eine traumatisierte Frau gezeichnet, die nie über die Geschehnisse in der Vergangenheit hinweggekommen ist.

Das Hauptthema des Buches ist „starke, unabhängige Frauen“, es werden aber auch die großen Unterschiede zwischen den Gesellschaftsklassen angesprochen.

Leider gibt es einige Kleinigkeiten, die für mich nicht nachvollziehbar waren. In der Zeit konnte man bestimmt nicht einfach so hin und her reisen … und eine junge Waise konnte bestimmt nicht über so viel Lebensweisheit verfügen. Das Leben in dieser Zeit war bestimmt ganz anderes und diese Tiefe fehlt dem Roman.

Fazit: “Vom Himmel zum Meer” ist ein unterhalsamer und gefühlvoller Roman. Ich vergebe 3,5 Sterne.

Herzlichen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar!

Rezension – Heidi Rehn – Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung

* Werbung, selber gekauft*

Die Lesung mit der Autorin Heidi Rehn war für mich ein Highlight, hier könnt ihr meine Impressionen nachlesen 😉

Die schöne Elsa, eine ehemalige Theaterschauspielerin, stammt aus der gehobenen Wiener Gesellschaftschicht. Eines Tages lernt sie den attraktiven Karl Donaubauer und heiratet ihn. Elsas Eltern sind nicht grad glücklich darüber, schließlich stammt Karls Familie aus dem Schaustellergewerbe.

Oktober 1926: München ist nach Berlin die aufleuchtende Metropole des deutschen Films und der Kinos. Die Donaubauers betreiben gleich mehrere Lichtspielhäuser in München, Ingolstadt und Pfaffenhofen. Elsa und Karl Donaubauer befinden sich mit ihren Lichtspielhäusern auf der Höhe ihres Erfolges. Der Stolz der Familie Donaubauer ist das „Elvira“, ein Filmpalast, der nicht nur eine Bar und ein Restaurant beherbergt, sondern die Filme mit Orchestermusik und Gerüchen untermalt. Berühmte Persönlichkeiten, Schauspieler und Regisseure lassen sich hier gerne blicken.

„Bei uns werden alle Sinne bedient. Nirgendwo sonst in Europa finden S´ein Kino mit der Ausstattung.“ Zitat Seite 46

Ausgerechnet nach der Premiere des Alfred Hitchcock Filmes „Der Bergadler“, brennt Karl mit einem Revuegirl nach Amerika durch. Er lässt Elsa und ihre Töchter Sidonie und Jette sitzen. Eine Scheidung kommt für Elsa nicht in Frage, schließlich würde sie so ihren Einfluss im Unternehmen und somit auch das Erbe ihrer beiden Töchter verlieren.

In den Familienunternehmen mischen nicht nur ihre Schwiegermutter, die Patriarchin Zenzi, sondern auch ihr Schwager Heinrich und dessen Frau Ulla. Heinrich, Karls bester Freund und Schwager, macht Elsa das Leben schwer. Heinrich glaubt, als letzter verbleibender Mann in der Familie könne er nun das Sagen haben. Er hat aber die Rechnung ohne seine Schwiegermutter Zenzi und Elsa gemacht.

Währenddessen spitzt sich die politische Lage in München und im Übrigen Deutschland immer mehr zu. Heinrich gerät wirtschaftlich, aber auch politisch unter den Einfluss nationalsozialistischer Kreise. Elsa lehnt das System zwar ab, jedoch um Ärger oder Aufsehen zu vermeiden, arrangiert sie sich mit den Nationalsozialisten. Sie überlegt, wie sie das Familienunternehmen in eine sichere Zukunft führen kann.

Durch das Aufkommen des Tonfilms werden viele Kinobesitzer zu großen Investitionen gezwungen. Um diese Veränderung zu meistern, brauchen die Donaubauers Geld. Für die Nazis sind Film und Kino wichtige Propagandainstrumente, es werden immer mehr Propaganda Filme gedreht. In dieser Zeit verschwinden auch immer mehr jüdische Filmregisseure sowie Schauspieler aus der Filmszene und jüdische Kinobetreiber müssen ihre Kinos verkaufen.

Das Privatleben der Donaubauers gerät durcheinander. Elsas Tochter Sidonie wird ungewollt schwanger. Die andere Tochter Jette verliebt sich in einen Juden und will nach Amerika emigrieren. Zudem taucht Kurt, Heinrichs unehelichen Sohn, auf und sorgt damit für Wirbel. Elsa findet doch noch ihr persönliches Glück …

September 1939 bricht an und Hitler erklärt Polen den Krieg…

Der Autorin Heidi Rehn ist es gelungen, mich von der ersten Seite an zu fesseln.

Ihre Art des Erzählens gefällt mir sehr gut, auch dass im Roman neben Hochdeutsch der bayerische Dialekt eingebunden wurde. Sehr bildhaft wird die Geschichte der Lichtspielhäuser erzählt, auch wie sich Film und Technik weiterentwickelt haben. Im „Elvira“ hätte ich gerne auch einen Film gesehen!

Beeindruckt hat mich die detaillierte Hintergrundinformation der Autorin, ihr ist es wunderbar gelungen, historische Fakten mit der Geschichte der fiktiven bayerischen Familie Donaubauer zu verknüpfen. Auch die Filme aus der Zeit sind gekonnt in das Romangeschehen eingeflochten.

Die Charaktere sind lebendig und authentisch beschrieben. Für manche Protagonisten entwickelte ich sofort Sympathien. Elsa ist eine starke Persönlichkeit, zeigt nachvollziehbare Gefühle und ich kann mit ihr mitfühlen. Die Patriarchin Zenzi habe ich ins Leserherz geschlossen! Sie ist ein Münchner Original, eine starke Frau, die einiges mitgemacht hat. Ihre Kommentare runden ihr Charakter ab:

„Nur, weil der Quirin das sauer verdiente Geld immer nass gemacht hat, is´ meine Elvira damals gestorben. Keinen Pfennig hat er mir für den Arzt oder für eine wirksame Medizin gelassen, pflegte sie die Trunksucht ihres Mannes zu geißeln.“ Zitat Seite 75

Ullas Schicksal hat mich sehr bewegt, für Ihren Mann Heinrich entwickelte ich allerdings Antipathien.

Das Cover und das Layout des Buches finde ich passend zum Thema und sehr gelungen!

Das Buch endet mit einem leichten Cliffhanger, aber auf den letzten Seiten wird eine Fortsetzung des Romans für Frühjahr 2020 angekündigt. Bin sehr gespannt, wie es mit der Donaubauerfamilie und natürlich Lotti weitergeht. Freue mich auf die Fortsetzung!

Auf der Verlagsseite von Droemer-Knaur gibt es übrigens für alle eBook-Leser die kostenlose Vorgeschichte „Das Lichtspielhaus – Wie alles begann“ zum Roman.

Fazit: „Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung“ ist ein rundum gelungener historischer Roman, der in die Welt der Kinos entführt. Dieser Roman ist bestimmt nicht nur für Filmbegeisterte, wie ich, interessant! Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

 

Neuzugänge 06/2019 und Lesung mit Heidi Rehn

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Die Stadtbücherei Hauzenberg lud gestern zu einer Lesung mit der Bestsellerautorin Heidi Rehn ein.

Der Innenhof des Hauzenberger Rathauses verwandelte sich zum siebten Mal zur Freiluft-Bühne für die Veranstaltung “Lesen im Hof” der Stadtbücherei. Die Lesung wurde musikalisch von Korbinian und Kilian Sicklinger umrahmt.

Obwohl ich von Heidi Rehn bislang noch nichts gelesen hatte (und wir von ihr auch kein Buch in unsere Bücherei hatten), weckte “ Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung” mein Interesse.

Leider konnte mich niemand aus meinem Büchereiteam nach Hauzenberg begleiten, so dass ich die Lesung alleine besuchte. Es ist immer wieder schön, bekannte und neue Gesichter zu sehen, aber auch ideal um sich mit Gleichgesinnte über Bücher und die Welt auszutauschen.

Trotz sommerlicher Höchsttemperaturen, sorgten ein schattiger Innenhof und manchmal ein frisches Lüftchen für die optimale Stimmung. Zudem lag auf jedem Stuhl einen Fächer für die Zuhörer bereit… was ich toll fand!

Heidi Rehn hatte ihren aktuellen Roman » Das Lichtspielhaus – Zeit der Entscheidung « für uns im Gepäck.

Die Autorin hat eine sehr schöne Lesestimme, beim Lesen schlüpft sie regelrecht in die Figuren ihrer Protagonisten, sie versteht es die Zuhörer mit ihren Erzählungen zu fesseln.

So begaben wir uns auf eine literarische Reise in das München der 1920 Jahre.

Zudem gab die Autorin einen detaillierten Einblick über die Münchener Lichtspielhäuser und Kinogeschichten, was ich sehr informativ und spannend fand.

Die liebe Heidi Rehn nahm sich für alle viel Zeit, um die gekauften Bücher zu signieren, wobei es auch zu schönen Gesprächen kam.

Leider war der Abend viel zu schnell vorüber gewesen… aber die Lesung war ein echtes Highlight! Es war mir eine Freude, die sympathische Heidi Rehn persönlich kennenzulernen!

Vielleicht klappt es Mal und ich kann Heidi Rehn auf ihren Streifzug durch München begleiten …

Diese Bücher habe ich mir bei der Lesung gekauft:

Rezensionen folgen 😉

Bei mir sind noch mehr Bücher eingezogen:

Danke an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Ein Geburtstagsgeschenk von einer Büchereikollegin. Danke, liebe Marion!

Dieses Buch habe ich mir in Emden gekauft, in der Pfingsferien war ich an der Nordsee und habe dat Otto-Huus besucht … und den Otto-Leuchtturm, eigentlich den Pilsumer Leuchtturm 😉

Einige Bücher habe ich mir noch vorbestellt… Bücher und Taschen kann ich nie genug haben!

Danke fürs Vorbeischauen, sende Euch sonnige Grüße

Daniela