Rezension – Beth O´Leary – Love to Share – Liebe ist die halbe Miete

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Das Buch ist gerade überall zu sehen… Eine Liebesgeschichte mit ein paar Turbulenzen klingt immer gut und der Klappentext machte mich neugierig.

In O’Learys Debütroman geht es um zwei Menschen, Tiffy und Leon, die aufgrund finanzieller Engpässe aufeinander angewiesen sind.

Leon arbeitet nur nachts in einen Hospiz. Er braucht Geld um seinen Bruder aus dem Gefängnis rausholen. Die Anwaltskosten sind sehr hoch und Leon gibt eine ungewöhnliche Wohnungsanzeige auf.

Nachdem Tiffy sich von ihrem Freund getrennt hat, sucht sie sich eine Wohnung in London. Die Suche erweist sich als schwierig, bis sie auf Leon´s Anzeige aufmerksam wird.

Leon und Tiffy begegnen sich zunächst überhaupt nicht. Die Vermietung und die erste Besichtigung laufen über Leons Freundin, weil er beruflich eingespannt ist. Fortan teilen sie sich Leon´s Wohnung und das Bett. Tiffy hat die Wohnung nachts für sich und Leon tagsüber, während Tiffy als Lektorin arbeitet.

In den ersten Monaten begegnen sie sich kein einziges Mal, sie kommunizieren nur über Post-it-Nachrichten, die sie sich in der Wohnung hinterlassen. Sie hinterlassen sich aber auch Kuchen oder gekochte Mahlzeiten. So erhalten sie einen tieferen Einblick in das Leben des jeweils anderen, als anfangs gedacht. Sie sind mehr als überrascht, als sie sich dann endlich gegenüber stehen …

Der letzte Satz:

” Ohne dich war es nie ein Zuhause, Tiffy.” – Zitat Seite 478

Die ungewöhnliche Idee des Romans mit der zeitlichen Teilung der Wohnung fand ich sehr interessant.

Die Autorin erzählt die Geschichte sowohl aus der Sicht von Tiffy als auch aus der Sicht von Leon. Dies wird umso authentischer, dass O´Leary sogar ihren Schreibstil den beiden Figuren anpasst. Tiffy redet/schreibt viel, ist eine sehr offene, flippige und exzentrische Person. Leon hingegen ist sehr ruhig und zurückhaltend, spricht nur das nötigste.

Die Erzählung ist amüsant und kurzweilig. Es hält einige Überraschungen bereit, die ich nicht erwartet habe. Allerdings muss ich sagen, dass mir etwas gefehlt hat, um mich richtig zu überzeugen.

Zahlreiche Nebenschauplätze waren zu viel auf einmal, um einen Handlungsstrang davon ernsthaft zu vertiefen. Die Handlung bleibt deswegen eher oberflächlich. Gut fand ich allerdings, dass auch ernste Themen (Krankheit, Stalking…) angesprochen wurden.

Alles in allem ist „Love to Share – Liebe ist die halbe Miete“ eine leichte Lektüre für den Sommerurlaub.

Für diese kurzweilige Unterhaltung vergebe ich 3 Sterne.

1 Kommentar

  1. Oh schade! Ich hatte mir mehr davon erhofft, vorallem weil so viele begeistert sind. Aber im Moment bin ich sowieso sehr heikel bei den leichteren Spmmer- oder Liebesromanen….dann werde ich mal abwarten, ob es unsere Bücherei mal bekommt.
    Liebe Grüße
    Martina

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